Die außergewöhnlichsten Meerestiere

Es gibt in unseren Weltmeeren Fische, Lebewesen und Pflanzen, welche ganz besonders sind. Kein Tier gleicht dem anderen. Alle bestechen sie durch ihre außergewöhnliche Art und Weise in ihrem Lebensraum dem Wasser zurechtzukommen. Andere Spezies wiederum haben auf die Dauer eine spezielle Art der Jagd und Verteidigung entwickelt. Aus diesem Grund haben wir hier für Euch einige der außergewöhnlichsten Meeresbewohner gesucht und aufgelistet.

Riffbarsche oder Damselfish (Pomacentridae)

Riffbarsche leben in den subtropischen und tropischen Meeren immer küstennah. Die meisten Taucher kennen ihn durch den Bekanntesten von ihnen, den Anemomenfisch (Amphiprion), da er eine Symbiose mit einer Seeanemone eingeht. Wer viel im Mittelmeer tauchen geht, trifft dort auch auf eine weit verbreitete Gattung der Riffbarsche, den Mönchsfisch (Chromis chromis).
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Trompetenfisch (Aulostomus)

Trompetenfische werden zwischen 75 – 100 cm lang und ihr Kopf misst oft bis zu einem Drittel der kompletten Körperlänge. Sie gehören zur Ordnung der seenadelartigen Meeresbewohner. Ihr Körper ist lang, schlank und platt gedrückt und macht sie auf diese Art fast unverwechselbar. Hauptsächlich leben sie in den tropischen Meeren an Korallenriffen oder in Seegraswiesen. Trompetenfische sind tagaktive Fische und Du siehst sie als Taucher in allen möglichen Lagen in den Riffen, auch mal kopfüber. Ihr Nahrung sind hauptsächlich Kleinfische.

Draculafisch (Danoniella dracula)

Der Draculafisch ist eine nur in Flüssen in Burma (bei Myanmar) vorkommende, neu entdeckte Elritzen Art, die im Kiefer knöcherige Strukturen aufweist. Diese Strukturen erinnern sehr stark an Zähne. Auf Grund dieser “Zähne” taufte man den kleinen Fisch, welcher ca. 17 mm Länge aufweist,Danionella dracula.
Keine andere Art aus der Gruppe der Karpfenfische (Cyprinidae) hat vergleichbare zahnartige Strukturen im Kiefer.

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Mondfisch (Mola Mola)

Ein Mondfisch kann eine Länge von über 3 Meter erreichen, bis zu 4 Meter hoch werden und ein Gewicht von 2,5 Tonnen haben. Doch in der Regel sind sie max. halb so groß. Seine Gestalt hinterlässt bei jedem Taucher einen bleibenden Eindruck. Denn sein Körper ist plump und scheibenförmig und seine Flossen sind eigentlich zu klein für seinen zu großen Körper. Der Mondfisch lebt hauptsächlich in den warmen Meeren von Asien, Afrika und Australien, wird jedoch auch des öfteren im Mittelmeer gesichtet. Die Nahrung des Mola Molas besteht vor allem aus gallertartigen Lebenwesen wie Quallen. Ebenso frisst er Plankton, kleine Fische und Tintenfische.

Napoleonfisch (Cheilinus undulatus)

Mit einer Größe von über zwei Metern ist der Napoleon-Lippfisch der größte der Gattung der Lippfische. Im Normalfall bleiben sie jedoch um die 60 cm und fallen durch ihre dicke, aufgeworfenen Lippen und einen auffälligen Kopfbuckel auf. Ihre Färbung ist grünlich, grau oder bläulich. Napoleon-Lippfische sind tendenzielle, tagaktive und ortsgebundene Einzelgänger und schlafen in der Nacht zwischen den Korallen.
Seine Nahrung sind vor allem Fische, Mollusken und Krustentieren. Er gehört zu den wenigen Raubfischen, welche auch giftige Arten verzehren können. Im Normalfall kann sich ein Taucher ihm leicht nähern.

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Erbsengroßes Seepferdchen (Hippocampus satomiae)

Das winzige Seepferdchen Hippocampus satomiae verdankt seinen Namen der japanischen Taucherin Satomi Onishi, die das nur 13,8 Millimeter lange Tier nahe der Insel Derawan vor der Küste Borneos eingesammelt hat und nach deren Namen es nun auch benannt wurde. Das Seepferdchen Hippocampus satomiae ist uns erst seit dem Jahre 2009 bekannt.
Vorkommen: Insel Borneo, Indonesien
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Drachenkopf oder auch Meersau (Scorpaena scrofa)

Das Vorkommen des Drachenkopfes ist das Mittelmeer, der nordöstliche Atlantik vom Senegal bis zu den Britischen Inseln, sowie Madeira und die Kanarischen- und die Kapverdischen Inseln.
Seine Länge beträgt maximal 50 cm und seine rot-bräunliche Färbung ist ideal auf seinen Lebensraum angepasst. Auffällig ist sein robuster, kräftiger Körper, welcher seitlich etwas abgeflacht ist.
Über seinen beiden Augen und auf den Nasenlöchern hat er tentakelartige Hautfortsätze doch Vorsicht vor seiner Rückenflosse und der Afterflosse, denn dort sind einige Giftstacheln, welche er bei Gefahr aufstellen kann. Das Gift, welche sie abgeben, kann auch für Menschen tödlich sein. Der Drachenkopf ist ein guter Speisefisch, welche gedünstet oder im Ofen gebraten herrlich schmeckt.
Sein Nahrung sind kleine Fische und Krebstiere, welche er als dämmerungs- und nachtaktiver Jäger als Lauerjäger erbeutet. Dabei verlässt er sich auf seine hervorragende Tarnung.

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Schnabeltiere (Ornithorhynchus anatinus)

Das Schnabeltier ist eines der ungewöhnlichsten Tiere auf der Welt und nachtaktiver Einzelgänger. Wenn man es anschaut, meint man, dass Frankenstein am Werk war und es aus den folgenden Tieren zusammengesetzt hat: Ente (Schnabel), Biber (Schwanz, Schwimmfüße), Bär (Krallen), Otter (Pelz). Der Körperbau des Schnabeltieres ist flachgedrückt und stromlinienförmig und somit optimal dem Lebensraum im Wasser angepasst. Schnabeltiere sind Fleischfresser und sie stöbern hauptsächlich in Bächen und Flüssen nach ihrer Nahrung, welche vorwiegend aus Krabben, Insektenlarven und Würmern besteht.
Sein Lebensraum ist nur Australien und dort wird es Platypus genannt.

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