Unsere gefährlichsten Tauchspots

Hier findest  Du die gefährlichsten Tauchspots weltweit

Du suchst den Adrenalin-Kick oder willst einfach mehr als nur mal kurz Tauchen. Hier stellen wir Dir die gefährlichsten Tauchspots vor. Doch diese von vielen Menschen, auch Tauchern, beschriebenen Todesfallen sind oft nicht so gefährlich, wie sie dargestellt werden. Riskant oder gefährlich werden sie eigentlich immer nur durch die Unvernunft und die Überschätzung der Menschen. Wir sollten uns alle bewusst sein, was wir können und noch wichtiger, was nicht, denn nur dann werden auch die gefährlichsten Tauchspots zu herrlichen Tauchgängen und nicht zu unberechenbaren Todesfallen. Im besten Falle bleibt man einfach an der Wasseroberfläche und trägt sich diesen Tauchgang nicht in sein Logbuch ein.

21457 Cenotes Mexico
2457 U-Bootes U-869
12001 Teuflischer Bodensee
6547 Der Mount Everest

Cenoten in Mexiko

Vom Tot in den Höhlensystemen

Welcher Taucher kennt die Cenoten in Mexiko, Mittelamerika, nicht? Sie gehören schon seit Langem zu den Top-Tauchspots auf der Welt. Die geheimnisvollen Lichtverhältnisse und die unglaublichen Sichtverhältnisse locken die Taucher in Scharen. Entstanden sind die Cenoten durch das Einstürzen der Decken der ehemaligen Karsthöhlen. Diese Löcher in der Erde füllten sich dann nach und nach mit Süßwasser und wurden von den Mayas früher als Brunnen verwendet.
Diese Nutzung durch die Mayas nicht nur als Brunnen, sondern auch als Opfertisch für die Götter bietet sich heute den Tauchern eine Zeitreise durch die Vergangenheit. Doch die Cenoten sind oft ein langes Unterwasserlabyrinth und genau dieses kann zur Gefahr für Taucher werden. Denn im Eingangsbereich, wo alles lichtdurchflutet ist, besteht für den Taucher keine Gefahr. Doch schnell überwiegt die Neugier und man will ja nur mal kurz in den Seitengang schauen, in welchem es schnell stockdunkel wird. Da heißt es dann jedoch, sofort umkehren, keinen Meter weiter, denn schnell verliert man als Taucher hier die Orientierung, was zu Panik und somit zu einem höheren Luftverbrauch führt und somit das Risiko eines Tauchunfalls sehr stark ansteigt. Solche Tauchgänge in die Dunkelheit der Cenoten sollten nur erfahrene Höhlentaucher wagen und hier auch nur entlang der Hauptleine, denn schnell ist mal Sediment aufgewirbelt oder man verliert die Orientierung. Nicht umsonst sind in den Cenoten viele Schilder mit Totenkopfsymbolen aufgestellt, denn hier haben schon viele Taucher ihre Unwissenheit oder Neugier mit dem Leben bezahlen müssen.Die Cenoten sind fernab der lichtdurchfluteten Eingangsbereiche nichts für Taucher, welche keine Erfahrung in der Höhle haben und somit auch über keine redundante Spezialtauchausrüstung verfügen, denn im Inneren einer Cenote gibt es keine Möglichkeit direkt an die Wasseroberfläche aufzusteigen.

cenote_mexico_tauchplatz
Risiko
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Brother Islands

Gefährliche Driftdives

Die Brother Islands sind die Top Tauchspots im Roten Meer und bei Tauchern sehr bekannt. Die Inseln liegen knapp 100 km von der Küste Ägyptens entfernt und bieten eine unglaubliche Vielfalt unter Wasser. Hier kommt der Taucher voll auf seine Kosten, denn es erwarten ihn Großfische wie Hammerhaie, riesige Fischschwärme, Wracks und ein unglaublicher Bewuchs an Korallen. Die Brother Islands eignen sich optimal für Driftdives (Tauchgänge mit der Strömung). Diese Driftdives sind sehr beliebt bei Tauchern, da sie kräfteschonend sind und es einfach herrlich ist, wenn man an den Steilhängen ohne Mühe entlang gleiten kann. Doch gerade darin besteht auch die Tücke und Gefährlichkeit der Brother Islands. Denn die Strömungsverhältnisse können schnell zur Gefahr für die Taucher werden. Oft sind sie tückisch und unberechenbar. Denn schnell schiebt einen die Strömung zig hundert Meter in eine andere Richtung als den geplanten Auftauchort und dann kommt es auf die Bootsbesatzung an, wie aufmerksam und erfahren diese ist. Denn der erfahrene Tauchguide weiß von den Gefahren und kann diese gut ein- und abschätzen und macht somit das Driftdiving an den Brothers zum Erlebnis. Denn beim Auftauchen ist dann das Safarischiff oder das Dingi schon der Nähe und man kann eingesammelt werden. An den Brothers führen verschieden Faktoren zusammen zu Tauchunfällen. Hier kommt oft die Unerfahrenheit der Taucher zusammen mit dem Seegang und der groben Fahrlässigkeit der Crew, deshalb ist es ratsam, sich vor einer Tour zu den Brother Islands, gut zu informieren, über die Crew ebenso wie über das Tauchgebiet.

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Eistauchen

Der Tot lauert unter der Eisdecke

Nicht direkt ein Tauchspot, aber im Allgemeinen gefährlich einzustufen ist das Eistauchen. Eistauchen hat wenig mit dem normalen Sporttauchen in tropischen oder subtropischen Gewässern zu tun. Eistauchen lässt sich mehr mit dem Höhlentauchen in Verbindung bringen. Schon der Einstieg in das Wasser durch ein Loch im zentimeterdicken Eis hat es in sich. Durch diesen Eingang begibt sich der Taucher in eine völlig andere Welt, welche wie beim Höhlentauchen auch, total abgeschirmt ist von der Außenwelt. Die Welt unter dem Eis ist gefährlich jedoch auch faszinierend zugleich. Das Wasser ist dort extrem kalt und lässt die noch freie Haut fast erfrieren. Beim Blick nach oben sieht der Taucher seine Luftblasen, wie sie sich unter der Eisdecke sammeln und durch die Kälte bieten die Seen dem Taucher unglaublich Sichtweiten.Doch hier befinden sich auch die Risiken. Denn ohne besondere Standards bei der Sicherheit, sollte kein Taucher in das Wasser unter das Eis. Auch hier gilt wie beim Höhlentauchen, ohne Sicherungsleine sollte kein Taucher unter Wasser gehen, auch wenn man meint, dass der Rand des Sees ja frei wäre, oder dass man das Einstiegsloch ja jederzeit wiederfinden würde. Ebenso wichtig ist der Sicherungsmann auf der Eisfläche, denn bei entsprechenden Witterungsverhältnissen friert schnell mal freigelegtes Loch in der Eisdecke wieder zu und wird so zur tödlichen Falle für den Taucher. Oft meinen Taucher auch, dass es ja kein Problem sei, unter Wasser mit seinem Tauchermesser mal kurz ein Loch in die Eisdecke zu machen. Doch dies sind alles Dinge, welche man beachten sollte und Faktoren für Risiken, welche es schon vor dem Tauchgang auszuschließen gilt. Eistauchen ist ein faszinierender Bereich des Tauchens, doch auch hier ist es wichtig, dass verschiedene Sicherheitsstandards eingehalten werden und der Taucher eine optimale Tauchausrüstung für das Eistauchen hat. Denn dann steht dem Spaß unter dem Eis nichts mehr im Wege.

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Apnoetauchen unter Eis

Mit einem Luftzug ins Verderben

Eine etwas andere Form des Eistauchens ist das Apnoe- oder Freitauchen unter der Eisschicht. Hier erhöht sich der Adrenalinspiegel nochmals und der Kick für den Taucher wird um einiges größer. Beim Apnoetauchen unter dem Eis versucht der Taucher mit nur einem Atemzug und ohne Gerät knapp unterhalb der Eisdecke eine gewisse Strecke zu tauchen. Gerade hier mussten schon einige Sportler den Ehrgeiz mit ihrem Leben bezahlen.
Ganz besonders heimtückisch beim Apnoetauchen unter einer Eisdecke ist, dass man nicht einfach wieder auftauchen kann und es doch sehr dunkel da unten ist. Ab und an überschätzt man sich selber und man merkt, dass man eigentlich gar nicht mehr genügend Luft für den Rückweg hat.Finger weg vom Apnoetauchen unter Eis. Dies sollte man wirklich nur Profis wie Christian Redl überlassen, welche wissen, was sie tun.

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Wracktauchen

Das Grab des deutschen U-Bootes U-869

Das U-Boot, welches Menschen auch nach dem Untergang in die Tiefe zieht. Die U-869 zählt sicher zu den bekanntesten U-Boot-Wracks auf der Welt. Doch und vielleicht gerade weil sich so viele Mythen und Legend um dieses U-Boot drehen.
Um die U-869 gibt es viele Bücher und Reportagen, welche die Geschichte dieses legendären U-Boots erzählen. Egal ob “Hitler´s Lost Sub” oder die “letzte Feindfahrt” spannend sind sie allemal und wecken noch mehr Interesse daran, dieses U-Boot zu betauchen.
Lange wurde das U-869 nur U-Who genannt, doch am 2. September 1991 gelang es den Tauchern John Chatterton und Richie Kohler, das Geheimnis zu lüften. In 73 Metern ohne Trimix (was zu dieser Zeit noch kein Standard für solche Tiefen war) haben sie trotz der großen Kälte und der Strömung im Nordatlantik diesen Tauchgang gewagt und wurden mit dem Fund beschenkt. Doch auch sie konnten die Identität des U-Bootes nicht herausfinden und so dauert es noch bis in das Jahr 1997. Erst da wurde U-Who zum U-869 und man wusste danach, dass das U-Boot bei seinem Untergang die ganze Mannschaft, inklusive dem Kapitänleutnant Helmut Neuerburgs mit ins Grab genommen hat. Doch auch die Zeit zwischen der Entdeckung durch Taucher im Jahre 1991 und der Identifikation 1997 forderte noch von mind. drei Tauchern das Leben. Tauchen unter solchen Bedingungen, wie große Kälte, starke Strömung und großer Tiefe sollte professionellen oder sehr ambitionierten Amateurtauchern überlassen werden. Für den normalen Sporttaucher ist es da sinnvoller, die Reportagen auf Youtube über die U-869 anzuschauen.

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Haitauchen in Südafrika

Auge in Auge mit dem Räuber der Meere

Gerade wir Taucher wissen doch meist, wie schlecht es um unsere geliebten Haie steht und deshalb sollten wir uns mehr mit den Haien beschäftigen, um sie besser zu verstehen und sie noch mehr zu schützen. Wo jedoch kann man dies besser, als direkt vor Ort, in ihrem Lebensraum. Dort kannst Du als Taucher die majestätische Ästhetik erleben. Du siehst, wie leicht so ein Hai durch das Wasser gleitet. Die Anspannung ist groß, denn das Wasser ist oft kalt und die Sicht manchmal nur bei fünf Metern. Wenn da so ein Hai mit seinen zwei Tonnen und bis zu sechs Metern auf Dich zukommt, wird es schon etwas enger im Tauchanzug. Doch keine Angst, der Käfig schützt Dich vor dem König der Meere.
Bei rund 60 scharfen Zähnen, welche in mehreren Reihen hintereinander angeordnet sind, reicht schon ein Probebiss aus, um dem Taucher empfindliche Verletzungen zuzuführen. Für uns heißt das, dass wir Vorsicht walten lassen müssen, obwohl wir nicht auf dem Speiseplan von Haien stehen. Doch Tauchgänge mit Haien gehören in jedes Logbuch eines Tauchers, denn sie sind mit Abstand die unvergesslichsten Erlebnisse von einem Taucher.

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Teuflischer Bodensee

90 Meter Tiefe ohne Sicht

Nur noch mit Ausnahmegenehmigung ist das Tauchen am Teufelstisch im Bodensee möglich, denn es ist einfach schon zu passiert an diesem Tauchplatz. Doch der Teufelstisch ist am Bodensee nichts absolut außergewöhnliches, denn es gibt dort viele Steilwände, welche man ohne Einschränkung betauchen kann.
Doch am Teufelstisch ist Vorsicht walten zu lassen, denn diese Steilwand hat einige Besonderheiten, welche man an den anderen Steilwänden nicht findet:
– Oft Sichtverhältnisse von unter zwei Metern
– Oft Wassertemperaturen von vier Grad und weniger
– Ein nicht sichtbares Ende der Steilwand auf 90 Metern
– Schnelles Eintreffen von Dunkelheit
Solche schwierigen Bedingungen führen gerade bei Tauchanfänger oder ungeübten Tauchern schnell zu unüberwindbaren, psychischen Problemen, welche dann zu einem Tauchunfall führen. Hinzu kommen noch die unsachgemäße Ausrüstung und die falsche Selbsteinschätzung, nicht nur bei der Psyche, sondern auch bei der physischen Leistungsfähigkeit.
Dies führte in den letzten Jahren zu einigen Tauchunfällen und somit gibt es seit geraumer Zeit ein behördlich verhängtes Tauchverbot, welches nur durch eine Ausnahmegenehmigung aufgehoben wird. Ein geloggter Tauchgang am Teufelstisch am Bodensee muss ein Taucher nicht in seinem Tauchlogbuch haben. Hier empfiehlt es sich abzuwägen, ob denn ein Tauchgang am Teufelstisch seinem eigenen Können entspricht und ob er Sinn macht oder ob es nur ein Egotauchgang ist um sich etwas zu beweisen.

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Tauchen in den Alpen

Der tödliche Attersee

Der Attersee ist der größte See in Österreich und liegt zwischen dem Höllengebirge und dem Schafberg. Taucher sagen mit Respekt über ihn, dass er kalt, tief und vor allem mythisch sei. Doch allem zum Trotz ist er seit Jahren ein Magnet für Taucher und bietet herrliche Tauchplätze an seinen steilen Ufern, welche oft bis knapp vor 200 Meter in die Tiefe führen. Genau dies ist auch mit ein Punkt, warum es öfters am Attersee zu tödlichen Tauchgängen kommt.Gerade unerfahrene Taucher vergessen beim Anblick der herrlichen Unterwasserwelt, bedingt durch das klare Wasser des Gletschersees, die Gefährlichkeit solcher steil abfallenden Wände ohne Blick auf den Boden. Diese abfallenden Steilwände laden gerade zum freien Fall in die Tiefe ein und schnell wird der Blick auf den Tiefenmesser vergessen oder das Signal des Körpers vom Beginn des Tiefenrausches missachtet.
Der Attersee ist ein herrliches Tauchgebiet, welches trotz seiner bekannten Risiken bei jedem Taucher auf dem Plan der noch zu betauchenden Tauchplätze steht. Herrlich gelegen ist dieser Gletschersee einfach einen Tauchgang oder auch mehr wert.

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Hemmoor-Kreidesee

Tauchergrab im Norden von Deutschland

Als die Pumpen im Jahre 1976 stoppten und der Abbau in der Kreidegrube Hemmoor für die Zementproduktion eingestellt wurde, lief die Grube mit Grundwasser voll und bildetet so eine optimale Voraussetzung für einen herrlichen See. Schnell kamen die ersten Taucher und fanden optimale Bedingungen für Tauchgänge in die Vergangenheit der Industrie, denn die Industrieanlagen gingen beim Fluten der Grube mit unter und sind somit heute die Attraktion im See. Den Taucher erwarten unter Wasser Boote, Flugzeuge und Autos, ebenso wie die alten Industrieanlagen und locken dadurch, vor allem am Wochenende, eine große Anzahl von Tauchern aus ganz Deutschland an. Hemmoor ist das dritttiefste Gewässer im Norden von Deutschland und auf Grund des hohen Kalkgehaltes, sehr beliebt bei Tauchern, denn Pflanzen wachsen dadurch kaum, das Wasser ist kristallklar und es gibt oft Sichtbedingungen von mehr als 20 Metern. Doch diese herrliche Unterwasserwelt hat auch ihre Schattenseiten. Viele Medien schreiben über das Tauchrevier Hemmoor, dass es ein Todessee, eine Taucherfalle oder ein Tauchergrab sei, denn immer wieder geschehen dort Tauchunfälle mit tödlichem Ausgang. Seit Beginn der 90er Jahre wurden in Hemmoor 15 Tauchunfälle mit tödlichem Ausgang verzeichnet.
Gerade im Sommer kann die Sicht oft nur fünf Meter oder weniger getragen, die Temperatur schnell mal auf sieben Grad sein und zusammen mit der Tiefe dann zu einer Herausforderung werden. Doch wer die Spielregeln unter Wasser einhält, seine Ausrüstung dem Tauchrevier angepasst hat und seine eigenen Grenzen kennt, wird nicht auf der Liste der Opfer des Kreidesees Hemmoor landen. Bedingt durch die große Anzahl von Tauchern ist es auch in einem “normalen Tauchrevier” logisch, dass es zu Tauchunfällen kommt und eben auch zu tödlichen. Doch deshalb ist der herrliche Tauchsport kein Todessport und der Hemmoor Kreidesee kein Tauchergrab. Also liebe Journalisten. Lasst das Wasser im See und bleibt bei den realen Dingen. Befasst Euch einfach mal mit Chaostheorie und ihr werdet sehen, wie schön dann das Tauchen ist.

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Nantucket, USA

Der Mount Everest des Tauchens

Unter Tauchern wird das Wrack der “Andrea Doria” auch der “Mount Everest des Tauchens” genannt, da das Wrack eine Länge von über 200 m hat und in einer Tiefe von 70 m liegt. Das italienische Passagierschiff “Andrea Doria” ist in der Nacht des 25. Juli 1956 durch die Kollision mit einem Luxusdampfer gesunken und riss 49 Menschen mit in die Tiefe und somit in den Tot.
Trotz der großen Tiefe zieht das Wrack Taucher wie Fliegen an, denn auch heute noch werden immer wieder Schätze wie Einrichtungsgegenstände, Geschirr oder andere Dinge gefunden. Doch für diese Schätze begeben sich die Taucher immer wieder in große Gefahr. Der raue Atlantik hat über die Jahre stark an dem Schiff gearbeitet und somit immer wieder neue Gefahren für den Taucher erstellt. Sogar Gimbel´s Hole, welches von Peter Gimbel bei der Erstbetauchung in den Rumpf gemacht wurde, ist nicht mehr sichtbar. Auch das Innere des Schiffs ist für einen Taucher sehr unwirtlich, denn durch die unglaubliche Größe kann man sich sehr schnell verirren und durch die Sedimentaufwirbelung kann es schnell zu einer eingeschränkten Sicht und Orientierungslosigkeit kommen. Zusammen mit weiteren Faktoren, wie der großen Tiefe, der Kälte und der Strömung kann es dann sehr schnell für den Taucher zu unkalkulierbaren Risiken kommen und die “Andrea Doria” wird wie für 16 andere Taucher zuvor schon, zu einem Grab. Die “Andrea Doria” ist für Sporttaucher ein NoGo und sollte den Experten überlassen werden, auch wenn der Reiz groß ist, sich eine Trophäe des Wracks zu sichern ist, das damit verbunden Risiko einen Tauchunfall zu erleiden, einfach zu groß.

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Blue Hole

Das blaue Grab im Roten Meer

Zu einem der bekanntesten Tauchspots am Roten Meer gehört das Blue Hole im Golf von Aqaba. Das gewaltig aussehende blaue Loch im Meer ist schon von der Luft aus sehr gut zu erkennen. Dieses Naturschauspiel zieht jeden Tag zig Schnorchler und eben Taucher an und bietet ein unvergessliches Taucherlebnis. Das Blue Hole liegt ca. 10 km nördlich von Dahab an der östlichen Küste von Sinai. Dahab ist bis dato im Gegensatz zu Hurghada oder Sharm El Sheikh sehr übersichtlich und klein geblieben und somit ein ruhiger Platz für Tauchgänge.
Geologisch handelt es sich beim Blue Hole um eine, wie bei den Cenoten auch, eingestürzte Kartshöhle, welche einen Durchmesser von ca. 50 m hat. Den tiefesten Punkt erreicht das Blue Hole bei 110 m Tiefe und eigentlich ist es für Taucher ein unwirtliches Tauchgebiet, denn zum Einen liegt kurz vor der Küste das Rote Meer mit seiner bunten Artenvielfalt und zum anderen ist im Blue Hole die Sicht, bedingt durch den Wasseraustausch, oft sehr trübe und die Tauchtiefe beträgt deutlich mehr als die 40 m beim Sporttauchen, nämlich stattliche 55 m.
Doch gerade hier liegt der Reiz des Blue Holes. Der Magnet für die Taucher ist das Durchtauchen des “Arch”, dem Bogen zwischen dem offenen Meer und dem Blue Hole. Um diesen zu durchtauchen, lässt man sich als Taucher auf die 55 m im Blue Hole absinken, um dann in dieser Tiefe ca. 25 m durch den Arch zu tauchen, denn dort endet dann der Bogen an einem Drop Off, welcher in das weite Blaue des Roten Meer stürzt.
Doch hier befinden sich die Risiken, denn oft herrscht hier schlechte Sicht und starke Strömung, hinzu kommt noch die große Tiefe von 55 m, welche für viele Taucher ein Neuland ist. Diese Faktoren können schnell, vor allem beim ungeübten Taucher, zu unkalkulierbaren Problemen und somit zu Tauchunfällen führen.
Vielleicht liegt auch nicht der Reiz an dem reinen Durchtauchen, sondern mehr an dem Anschauen der Gedenktafeln für die Toten, welche man an einer Felswand in der Nähe des Blue Holes angebracht hat, um an die Taucher zu gedenken und auch auf die Risiken hinzuweisen. Bis dato sind ca. 20 Taucher im Blue Hole bei einem Tauchunfall gestorben, was angesichts der großen Anzahl von Tauchern und Tauchgängen nicht dazu führen soll, dass man das Blue Hole als einen mörderischen oder gefährlichen Tauchplatz deklariert. Das Blue Hole in der Nähe von Dahab ist ein Erlebnis für jeden Taucher, welcher sich diesen Risiken im Klaren ist. Auch hier gilt, informieren Dich vorher sehr genau über das Tauchrevier und seine Begebenheiten und sorge für eine optimale Tauchausrüstung und einen erfahrenen Buddy um diesen Tauchgang zu machen, auch wenn alle Tauchgänge im Blue Hole nur unter der Begleitung eines erfahrenen Guides stattfinden. Denn so kannst Du die Mystik des Blue Holes in vollen Zügen erleben und genießen.

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